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Umsatzsteuer - Nachzahlungszinsen bei nachträglich korrigierten Rechnungsangaben

Der Europäische Gerichtshof hat ein für deutsche Unternehmen bedeutsames Urteil gefällt, in dem er klarstellte, dass bei der späteren Berichtigung bzw. Ergänzung einer unvollständigen Rechnung das Recht zum Vorsteuerabzug in dem Jahr ausgeübt werden kann, in dem die Rechnung ursprünglich ausgestellt wurde.

Über die Frage, ob eine Rechnungskorrektur Rückwirkung hat, wurde inder Vergangenheit heftiggestritten. Mit seiner Entscheidung hat der Europäische Gerichtshof die von derFinanzverwaltung und Rechtsprechung vertretene Auffassung, wonach keine Rückwirkung zulässigsein sollte, als unionrechtswidrigverworfen.

 

Dieses Urteilist insbesondere bedeutend im Hinblick darauf, dass aufgrundder rückwirkend zulässigen Rechnungsberichtigung keine Nachzahlungszinsen anfallen.

 

Es ist zu erwarten, dass die deutscheFinanzverwaltung in absehbarer Zeit mit einembundeseinheitlichen Schreiben auf die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs reagie­ren wird. Urteil des Europäischen Gerichtshofs vom 15.09.2016, AZ: Rs. C -518/14.

erstellt am 19.01.2017

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