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Potenzielle Sozialversicherungsbelastungen bei pauschal lohnversteuertem Arbeitslohn

Wir wollen auf eine Änderung im Wortlaut des § 1 SvEV hinweisen, die insbesondere bei der Abführung von pauschalen Lohnsteuern aus geldwerten Vorteilen bei Betriebsveranstaltungen in Zukunft Sozialversicherungsbeiträge auslösen könnte:

Nach dem bisherigen Wortlaut sindpauschal besteuerte Entgelte nicht dem Arbeitsentgelt zuzurechnen, soweit derArbeitgeber die Lohnsteuer mit einem Pauschsteuersatz erheben kann. DieserWortlaut wurde nun vom Gesetzgeber wie folgt neu gefasst:

 

Pauschalbesteuerte Entgelte sind nur dann nicht zuzurechnen, soweit diese vomArbeitgeber oder von einem Dritten mitder Entgeltsabrechnung für den jeweiligen Abrechnungszeitraum lohnsteuerfreibelassen oder pauschal besteuert werden.

 

Dies bedeutet, dass beispielsweisegeldwerte Vorteile im Rahmen einer Betriebsveranstaltung, die erst später imRahmen einer Lohnsteueraußenprüfung aufgedeckt werden, zwar weiterhin pauschallohnversteuert werden können, für die teilnehmenden Arbeitnehmer aber Sozialversicherungsbeiträgenacherhoben werden, weil die Lohnsteuerpauschalierung nicht bis zum Abschlussdes Lohnabrechnungszeitraumes, also bis zum 28.02. des Folgejahres entsprechenddurchgeführt wurde.

 

Übernimmt dann der Arbeitgeber wiederumdie Sozialversicherungsbeiträge, liegt auf Arbeitnehmerseite erneut Barlohnvor.

 

Es kommt deshalb entscheidend darauf an,dass die Lohnsteuerpauschalierung für den jeweiligen Abrechnungszeitraumbereits vorgenommen wurde und es nicht zu einer Nacherhebung von pauschalerLohnsteuer kommt.

erstellt am 09.08.2016

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